Urkohl

Wissenswertes

Urkohl gilt als Vorfahre vieler heutiger Kohlsorten wie Weißkohl, Wirsing und Grünkohl. Im Gegensatz zu diesen gezüchteten Varianten wurde er kaum verändert und hat viele Eigenschaften des wilden Kohls beibehalten. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde bereits in der Antike kultiviert. Der Urkohl ist ein fast vergessener Gemüseschatz, der erst in den letzten 20 Jahren wiederentdeckt wurde. Typisch ist seine platte, runde Form, die einen lockeren, flachen Kopf bildet.

 

Urkohl hat ein mildes Aroma und ist geschmacklich feiner als viele andere Kohlsorten. Er schmeckt angenehm süßlich, mit einer dezenten Kohl-Note und kaum Bitterstoffen. Die Blätter sind zart und dennoch kräftig im Biss, was ihn sowohl für Rohkost als auch für gegarte Zubereitungen interessant macht. Darüber hinaus riecht der Urkohl beim Kochen nicht so stark wie andere Kohlsorten und ist durch sein mildes Aroma besonders gut verträglich.

Der Urkohl wächst und gedeiht unter der Sonne Spaniens an unserem Standort in Balsapintada (Murcia). Bei der Ernte des Urkohls ist trotz des technischen Fortschritts noch viel Handarbeit gefragt. So wird der Kopf per Hand geschnitten und anschließend von den Umblättern befreit, bevor er zum Weitertransport in Kisten verpackt wird. Wird der Kohl eingelagert, so muss man extrem vorsichtig mit ihm umgehen, da kleinste Stoßstellen dazu führen können, dass der Kohlkopf schneller verdirbt.

Für die Zubereitung die äußeren Blätter entfernen und den Kohlkopf mit einem großen Messer vierteln. So kann man den harten Strunk und die dickeren Blattrippen problemlos herausschneiden und den Urkohl ganz einfach in beliebig große Streifen schneiden. Für die Zubereitung als Salat sollte man den Urkohl sehr fein schneiden oder sogar raspeln. Wenn man ihn garen möchte, kann man die Streifen ruhig etwas dicker schneiden.

 

Urkohl ist äußerst vielseitig verwendbar, denn er kann roh als Salat oder fein gehobelt in Wraps und Bowls genossen werden. Gekocht eignet er sich für Eintöpfe, Pfannengerichte oder als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten. Dabei sollte man beachten, dass die zarten Blätter nur eine kurze Garzeit benötigen. Auch gedünstet, ist der Urkohl ein wahrer Gaumenschmaus. Sein mildes Aroma macht ihn besonders gut verträglich. Denn im Vergleich zu den anderen Kohlsorten hat er deutlich weniger schwer verdauliche Kohlenhydrate und Ballaststoffe.  Diese verursachen bei vielen Menschen Verdauungsprobleme.

 

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Außenblätter möglichst keine Beschädigungen haben und nicht welk aussehen. Liegt der Urkohl kühl und dunkel, kann man ihn ohne Probleme einige Zeit lagern – am besten im Gemüsefach des Kühlschranks oder in einem kühlen Kellerraum. Möchte man ihn länger aufbewahren, empfiehlt es sich, die Blätter zu blanchieren und danach einzufrieren.

 

Verfügbarkeit
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Ursprungsland
Deutschland
Spanien
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