Schwarzer Rettich

Wissenswertes

Der schwarze Rettich gehört zu der Familie der Kreuzblütler und ist eng mit anderen Rettichsorten, Radieschen sowie einigen Kohlarten verwandt. Er gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde bereits in der Antike in Ägypten und später in Europa als Heil- und Nahrungsmittel geschätzt. Besonders in Mitteleuropa hat er eine lange Tradition als Wintergemüse.

 

Die raue, fast schwarze Schale des schwarzen Rettichs ist typisch, während das innere Fruchtfleisch weiß, fest und saftig ist. Es gibt ihn in unterschiedlichen Formen, wir bauen den schwarzen kugelförmigen Rettich an. Er wird manchmal auch als Winterrettich bezeichnet. Das kann man wahrscheinlich darauf zurückführen, dass er sich nach der Ernte durch seine dicke Schale sehr gut lagern lässt und daher auch fast den ganzen Winter über zur Verfügung steht.

 

Schwarzer Rettich hat einen kräftigen, scharf-würzigen Geschmack, der bei rohem Verzehr deutlich hervorsticht. Die Schärfe entsteht durch die enthaltenen Senföle, die schleimlösend und antibakteriell wirken sollen. Gekocht oder gebraten verliert er etwas an Schärfe und entwickelt ein mildes, leicht nussiges Aroma. Aber auch das Bestreuen des rohen Rettichs mit Salz, zieht die Schärfe heraus. Die Konsistenz seines Fruchtfleischs ist fest und knackig.

Der schwarze Rettich wächst quasi vor den Toren Hamburgs auf Feldern in Reinbek (Schleswig-Holstein). Schwarzer Rettich bevorzugt ein gemäßigtes Klima mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Ideal sind tiefgründige, lockere Böden mit guter Wasserführung. Staunässe sollte vermieden werden, da dies die Knollen schädigen kann. Auch sollten zu trockene Wachstumsbedingungen vermieden werden, da dies den Geschmack und die Konsistenz des Fruchtfleischs negativ beeinflussen kann. Wichtig ist eine gute Bodenvorbereitung mit ausreichender Lockerung, da der schwarze Rettich tief wurzelt.

 

 

Die Verarbeitung des schwarzen Rettichs ist denkbar einfach. Man entfernt mit einem scharfen Messer oder Sparschäler die schwarze Schale. Dann kann man den Rettich in beliebig große Stücke schneiden oder raspeln – je nach gewünschter Zubereitungsart.

 

Schwarzer Rettich kann roh, gekocht, gebraten oder als Saft verwendet werden. Roh geraspelt oder in dünne Scheiben geschnitten ist er eine würzige Ergänzung zu Salaten oder Brotzeiten. Durch das Salzen kann die Schärfe gemildert werden. Gekocht passt er gut zu Kartoffel- oder Fleischgerichten, in Suppen oder als Ofengemüse. In der Naturheilkunde wird er oft mit Honig oder Kandis angesetzt und als Hustensaft verwendet. Schaut gerne auf unserer Rezepte-Seite vorbei. Dort findet ihr tolle und inspirierende Rezepte auch zum schwarzen Rettich.

 

Frischer schwarzer Rettich hat eine pralle Knolle ohne weiche Stellen. Die Schale ist dunkel und leicht rau, darf aber keine Risse oder Schimmelstellen aufweisen.

 

Am besten wird schwarzer Rettich kühl, dunkel und luftig gelagert – z. B. im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort hält er sich mehrere Wochen. Wichtig: Das Laub sollte vor der Lagerung entfernt werden, da es sonst der Knolle Feuchtigkeit entzieht.

Verfügbarkeit
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Ursprungsland
Deutschland
Spanien
andere Länder