Erntefrisch aus Freilandanbau.


Das Behr Gemüse ABC


Radicchio

Alle Informationen auf einen Blick

Der Radicchio gehört zur Familie der Korbblütler. Zusammen mit Chicorée und Zuckerhut wird der Radicchio in der Gruppe der Blattzichorien zusammengefasst.

 

Er ist ein typisch italienischer Salat, denn die verschiedenen Sorten wurden früher hauptsächlich in Italien angebaut. Die italienischen Bezeichnungen geben einen Hinweis darauf, in welcher Region das Hauptanbaugebiet der jeweiligen Sorte liegt. In Italien wird der Radicchio in vielen verschiedenen Formen angebaut – auch gibt es ihn nicht nur in der Farbe Rot, sondern beispielsweise auch in Grün. Wir bauen zwei Sorten des roten Radicchios an, einmal den bekannten runden Radicchio auch „Radicchio di Chioggia“ genannt und den länglichen, der als „Radicchio di Treviso“ bezeichnet wird.

 

Der runde Radicchio hat tiefrote Blätter mit weißen Blattrippen, die zusammen einen reizvollen Kontrast bilden. Seine Kopffüllung ist deutlich kompakter – auch sind die Blätter etwas fester als beim Radicchio Treviso. Geschmacklich lässt sich der Radicchio – wie alle Zichorien – zwischen leicht herb bis bitter einordnen.

Wir bauen den runden Radicchio auf unseren Feldern in Gresse (Mecklenburg-Vorpommern) an. Er gedeiht hervorragend auf leichten, tiefgründigen Böden und liebt ein gemäßigtes Klima. Auf extreme Witterungsbedingungen reagiert er sehr empfindlich. Die Pflanzen blühen dann schneller oder fangen an den Blatträndern an, sich schwarz zu verfärben.

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Der Radicchio ist äußerst vielseitig. Er kann als Farbtupfer und Geschmacksgeber in eigentlich alle Salat gemischt werden. Aber er eignet sich auch hervorragend für die warme Zubereitung. Zum Beispiel als gegrillte Beilage zu Fleisch und Fisch. Dafür den Radicchio einfach vierteln, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben und im Backofen ca. zehn Minuten grillen. So schnell hat man eine leckere und außergewöhnliche Beilage gezaubert.

 

Möchte man dem Radicchio etwas seiner Bitterkeit entziehen, so kann man entweder den Strunk und die Blattrippen herausschneiden, denn dort lagern sich die meisten Bitterstoffe ab oder man legt die Blätter kurz in lauwarmes Wasser.

 

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Blätter schön frisch und knackig aussehen und keine welken Stellen besitzen. Da der Radicchio eher festere Blätter hat, kann er in seiner Folie verpackt oder in einem feuchten Tuch eingeschlagen einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Aber wie bei allen Salaten und Gemüsesorten gilt: Frisch und sofort zubereitet schmeckt‘s am besten!