Erntefrisch aus Freilandanbau.


Das Behr Gemüse ABC


Hokkaido-Kürbis

Alle Informationen auf einen Blick

Bei den Kürbissen unterscheidet man insgesamt zwischen fünf verschiedenen Arten, die zusammen hunderte unterschiedliche Sorten hervorbringen. Die drei wichtigsten in unseren Breitengraden angebauten Arten sind der Moschuskürbis, der Gartenkürbis und der Riesenkürbis. Der Hokkaido-Kürbis zählt zwar zu den Riesenkürbissen, ist aber eher ein kleiner Vertreter davon.

 

Der Hokkaido-Kürbis ist ein reiner Speisekürbis, der erst im 19./20. Jahrhundert auf der japanischen Insel Hokkaido aus amerikanischen Sorten gezüchtet worden ist. Er wird in Japan Uchiki Kuri genannt. Der japanische Name Kuri steht übrigens für Esskastanie, ein Hinweis auf das milde, nussartige Aroma dieser Varietät. Erst seit etwa zwanzig Jahren wird der Hokkaido in Europa und bei uns in Deutschland angebaut. Mittlerweile zählt er zu den beliebtesten Herbstgemüsesorten.

 

Denn er begeistert viele mit seinem milden, leicht nussigen und süßlichen Geschmack. Sein Fruchtfleisch ist kräftig orangefarben, saftig und faserarm. Hinsichtlich der Schale gibt es neben dem bekannten orangenen Hokkaido auch Sorten mit grüner und grau-grüner Schale.

Unser Hokkaido gedeiht auf unseren Feldern in Büttelborn (Südhessen) als auch in Winsen/Luhe (Niedersachsen). Der Hokkaido-Kürbis ist eine einjährige, frostempfindliche und kräftig rankende Pflanze. Für den Anbau benötigt man daher ausreichend Platz. Kürbisse lieben humusreiche Böden mit ausgeglichener Wasserführung.

 

Die Ernte der Kürbisse erfolgt im Spätsommer bis in den Herbst hinein und ist bei uns reine Handarbeit. Wichtig ist, dass der Stiel mitgeschnitten wird, da sich sonst an der Schnittstelle schnell Fäulnis ausbilden kann.

Download: Erntekalender

Die Zubereitung des Hokkaido-Kürbis ist kinderleicht, da er im Gegensatz zu vielen seiner runden Kollegen nicht geschält werden muss. Daher sollte er zu Beginn unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Dann schneidet man den Stielansatz auf der Oberseite und den Blütenansatz auf der Unterseite ab. Nun am besten mit einem scharfen Messer den Kürbis halbieren. Aus beiden Hälften das Kerngehäuse mit einem Löffel herausschaben.

 

Je nachdem, welches Rezept man mit dem Kürbis kochen möchte, kann man die Hälften entweder in Scheiben oder in beliebig große Würfel schneiden. Man kann ihn als Suppe verarbeiten, eine leckere Gemüsebeilage daraus zaubern, ihn grillen, roh in einen Salat raspeln oder auch Süßes wie Marmeladen daraus zubereiten. Viele leckere Zubereitungsideen findet ihr auf unserer Rezeptseite. Durchstöbern lohnt sich!

 

Beim Kauf des Hokkaido-Kürbis sollte man darauf achten, dass er eine glatte und unversehrte Schale besitzt und der Stielansatz noch vorhanden ist. Kürbisse lassen sich unter guten Bedingungen (kühl und trocken) mehrere Monate lagern, sodass über den gesamten Winter gute Qualitäten angeboten werden können. Ein bereits angeschnittener Kürbis hält sich in Frischhaltefolie gewickelt 2 – 3 Tage im Kühlschrank.

Rezeptvorschlag: Hokkaido-Pumpkin Pie