Erntefrisch aus Freilandanbau.


Das Behr Gemüse ABC


Junge "Annabelle"

Alle Informationen auf einen Blick

Ursprünglich stammt die Kartoffel aus Südamerika und wurde dort von den Inkas bereits vor ungefähr 2.000 Jahren angebaut. Ihren Einzug in Europa hielt sie gegen Ende des 16. Jahrhunderts. In Deutschland wurde sie als Nahrungsmittel erst rund 200 Jahre später populär, entwickelte sich aber dort schnell zu einem Grundnahrungsmittel.

 

Als Kartoffeln werden die verdickten Teile der unter-

irdischen Sprosse einer einjährigen Pflanze bezeichnet.

Eine Pflanze bringt ungefähr 10 bis 25 Sprossknollen, also Kartoffeln, hervor. Die Vermehrung geschieht hierbei nicht wie üblich über die Blüten, sondern durch das Einpflanzen sogenannter „Saatkartoffeln“, die zuvor an einem kühlen, dunklen Ort überwintert haben.

 

Die Kartoffel ist auch unter den Namen Erdapfel, Grumbiere oder Krumbeere bekannt und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse ebenso wie die Tomate, Aubergine und Paprika.

 

Die Vielfalt der Kartoffeln, was Farben und Formen anbelangt, ist riesig. Das Spektrum reicht von gelb bis dunkelviolett gefärbten Kartoffeln, die weich bis festkochend sein können. Unsere Sorte Annabelle ist eine ausgesprochen frühe, festkochende Sorte. Diese frühen Sorten werden als „nicht schalenfest“ bezeichnet, was bedeutet, dass die Kartoffel so früh geerntet wurde, bevor sich eine dicke Schale ausbilden konnte.

Das hat den großen Vorteil, dass man die Kartoffel vor dem Verzehr nicht schälen muss, ein Bürsten oder grobes Aneinanderreiben reicht, um die Schale zu entfernen. Die Knollen der Annabelle sind lang-oval und von vorwiegend mittlerer Größe. Sie zeichnen sich durch ihr gelbliches, cremig-zartes Fruchtfleisch aus, verbunden mit einem aromatischen, sehr feinen Geschmack.

 

 

Als Erzeuger, mit der Möglichkeit auch im sonnigen Spanien zu produzieren, war es uns eine Herzensangelegenheit, diese geschmackvolle, frühe Kartoffel auch schon zur deutschen Spargelzeit anbieten zu können. Das ist uns gelungen, denn von April bis Juni roden wir unsere schmackhafte Annabelle in Spanien, in Balsapintada (Murcia). Ab Juli ist unsere Annabelle aus Deutschland verfügbar, wir bauen die Kartoffel auf unseren Feldern rund um Seevetal/Ohlendorf (Niedersachsen) an.

 

Kartoffeln finden allgemein auf leichten, sandigen Böden ideale Wachstumsbedingungen. Diese Böden erwärmen sich im Frühjahr schnell und sind daher gerade für den Anbau früher Sorten besonders gut geeignet. Die Pflanzkartoffeln werden etwa im April gelegt, da die Kartoffel generell frostempfindlich ist.

 

Die junge Annabelle hat zum Erntetermin noch keine feste Schale ausgebildet, daher kann die Ernte nur

mit größter Sorgfalt, das heißt mit viel Handarbeit stattfinden. Die Verwendung von herkömmlicher Rodetechnik mit rüttelnden Siebbändern würde unweigerlich zu Verletzungen und Beschädigungen führen. Zudem verzichten wir auf ein Waschen unserer Annabelle. Das ist schonend für die Kartoffel und nachhaltig

für die Natur.

 

 

Download: Erntekalender

Die Zubereitung der jungen Annabelle ist ganz einfach. Man kann ihre Schale bedenkenlos mitessen, so muss man die Kartoffel lediglich mit Wasser abwaschen. Dabei kann man sich auch eine Gemüsebürste zur Hilfe nehmen, wenn die Erde zu fest an der Schale haften sollte. Nach dem Putzen sollte man die Kartoffeln direkt kochen oder in kaltem Wasser aufbewahren, da sie sich ansonsten grau-braun verfärben kann. 

 

Diese junge, geschmackvolle Kartoffel eignet sich ausgezeichnet zum Kochen, Backen, Dämpfen und Grillen. Aber ein besonderes Geschmackserlebnis ist die Zubereitung mit frischem Spargel zur Spargelsaison! 

  

Junge Kartoffeln sollten recht bald verbraucht werden. Bedarf es doch mal einer kurzen Lagerung, eignet sich ein dunkler, trockener, kühler Ort mit 4-12 Grad Luft-

temperatur. Dabei ist Dunkelheit notwendig, um ein Grünwerden und damit die Bildung des giftigen Solanins zu vermeiden. Kühle Temperaturen verhindern ein vorzeitiges Auskeimen der Kartoffel. Zu gering sollten die Temperaturen jedoch nicht sein, da sonst eine vermehrte Zuckerbildung einsetzt und der Geschmack der Kartoffel negativ beeinflusst wird.


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