Erntefrisch aus Freilandanbau.


Das Behr Gemüse ABC


Bundmöhren

Alle Informationen auf einen Blick

Möhren gehören in die große Familie der Doldenblütler, zu denen auch bekannte andere Gemüsearten wie Fenchel oder Sellerie zählen. Die Möhre kommt in ihrer Wildform in Europa und Asien vor. Man nimmt an, dass sie vor über tausend Jahren aus Vorderasien nach Europa gelangt ist. Inzwischen wird die Speisemöhre weltweit angebaut und gehört zu einer der bedeutendsten Gemüsearten überhaupt.

 

Die Bundmöhren stellen dabei eine besondere Angebotsform dar, denn hierbei wird die Wurzel zusammen mit dem Laub vermarktet. Das grüne Laub ist ein untrügliches Zeichen für Frische.

 

Bei der Sortenauswahl unserer Möhren berücksichtigen wir immer die jeweilige Beschaffenheit des Bodens. Natürlich steht auch der typische Möhrengeschmack mit seiner leicht süßlichen Note im Vordergrund.

Unsere Bundmöhren wachsen auf den Feldern in und um Vögelsen (Niedersachsen), am Rande der Lüneburger Heide. Bundmöhren lieben tiefgründige, steinfreie Böden mit guter Wasserführung. So bilden sich am ehesten gerade, unverzweigte Wurzeln mit einer glatten Oberfläche. Unsere Standorte in Norddeutschland mit ihren leichten, sandigen Böden sind daher für diese Kultur geradezu ideal.

 

Bundmöhren werden relativ weit auseinander gesät, dadurch haben sie mehr Platz und können gleichmäßiger wachsen. Sie werden etwas früher als die herkömmlichen Möhren geerntet. Daher haben sie noch die schöne spitze Form. Bleiben sie etwas länger auf dem Feld, stumpfen sie unten an der Spitze ab. Bei der Ernte wird ein schonendes Ernteverfahren angewendet, damit die Möhren nicht verletzt werden und somit eine optimale Haltbarkeit gewährleistet werden kann. Bundmöhren werden sofort nach dem Ziehen auf der Erntemaschine gewaschen, damit die anhaftende Erde nicht antrocknet. Im Anschluss daran werden sie noch gebündelt und in der gewünschten Einheit in ihre Transportkisten verpackt. Sobald die Möhren in der Halle angekommen sind, werden sie dort nochmals in einer Waschanlage gewaschen, um die letzten Erdreste zu entfernen.

Download: Erntekalender

Die Zubereitung der Bundmöhren ist super einfach: Die beiden Enden samt dem Grün jeweils ein Stückchen einkürzen. Da die Bundmöhren relativ früh geerntet werden, bilden sie nur eine zarte, dünne Schale aus, die man auch einfach unter fließendem Wasser abbürsten kann, anstatt sie zu entfernen. Nun die Möhren in die gewünschte Form schneiden oder raspeln.

 

Bundmöhren lassen sich entweder roh als Gemüsesticks oder in einen Salat geraspelt genießen. Man kann sie aber auch kochen, in der Pfanne anbraten oder sogar auf den Grill legen. Auch als Karottensüppchen oder im Kuchen machen sie eine gute Figur. Die Bundmöhre ist also, was die Verwendungsmöglichkeit betrifft, ein echter Allrounder! Damit der Körper das wertvolle Beta-Carotin der Möhren verarbeiten kann, ist es notwendig, bei der Zubereitung - egal ob roh oder gegart - immer etwas Fett hinzuzufügen, zum Beispiel ein Schuss Öl am geraspelten Möhrensalat, etwas Butter an den gedünsteten Möhrenscheiben oder einen Dipp zu den Möhrensticks.


Frisches Laub und eine pralle Möhre sind ein untrügliches Zeichen für Frische. Eine junge Möhre zeichnet sich durch eine feste, knackige Struktur aus und sollte sich nicht biegen lassen. Auch das Laub sollte unversehrt sein und ein kräftiges Grün aufweisen.


Bundmöhren lassen sich im Gemüsefach des Kühlschrankes einige Tage aufbewahren. Jedoch empfiehlt es sich, zuvor das Grün zu entfernen, da dies auf Dauer zu seiner eigenen Erhaltung zu viel Feuchtigkeit und Nährstoffe aus der Wurzel zieht und so der Möhre ihre Frische nimmt.