Erntefrisch aus Freilandanbau.


Das Behr Gemüse ABC


Junge "Annabelle"

Alle Informationen auf einen Blick

Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, in die auch so bekannte Mitglieder wie Tomate, Aubergine und Paprika gehören.

Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde dort von den Inkas bereits vor rund 2.000 Jahren angebaut. Ihren Einzug in Europa hielt sie erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Sie entwickelte sich hier schnell zu einem Grundnahrungsmittel, gerade für die ärmeren Bevölkerungsschichten.

Bei den „Kartoffeln“ handelt es sich nicht etwa um Wurzeln, wie man wegen des Wachstums im Boden vermuten könnte, sondern um unterirdisch wachsende Sprossausläufer. Gut erkennbar ist diese Zugehörigkeit daran, dass Kartoffeln im Licht grün werden, das heißt in den äußeren Geweben Blattgrün bilden. Diese Eigenschaft besitzen Wurzeln grundsätzlich nicht.

Die Vielfalt der Kartoffeln, was Farben und Formen anbelangt, ist riesig. Das Spektrum reicht von gelb bis dunkelviolett gefärbten Kartoffeln, die weich bis festkochend sein können. Unsere Sorte Annabelle ist eine nicht schalenfeste, ausgesprochen frühe Sorte. Ihre Knollen sind lang-oval und von vorwiegend mittlerer Größe. Sie zeichnet sich durch ihr festes, gelbliches Fruchtfleisch aus, verbunden mit hervorragenden Geschmackseigenschaften.

Kartoffeln finden allgemein auf leichten, sandigen Standorten ideale Wachstumsbedingungen. Diese Böden erwärmen sich im Frühjahr schnell und sind daher gerade für den Anbau früher Sorten besonders gut geeignet. Die Pflanzkartoffeln werden etwa im April gelegt, da die Kartoffel generell frostempfindlich ist.

Die junge Annabelle hat zum Erntetermin noch keine feste Schale ausgebildet, daher kann die Ernte nur mit größter Sorgfalt, das heißt mit viel Handarbeit stattfinden. Die Verwendung von herkömmlicher Rodetechnik mit rüttelnden Siebbändern würde unweigerlich zu Verletzungen und Beschädigungen führen.

Download: Erntekalender

Die junge Annabelle kann gebacken, gedämpft und gegrillt zubereitet werden. Sie eignet sich bestens als Pellkartoffel oder für einen Salat. Nach dem Putzen sollte man die Kartoffeln direkt kochen oder in kaltem Wasser aufbewahren, da sie sich ansonsten grau-braun verfärben. 
Junge Kartoffeln sollten kurzfristig verbraucht werden. Bedarf es doch mal einer kurzen Lagerung, eignet sich ein dunkler, trockener, kühler Ort mit 4-12 Grad Lufttemperatur. Dabei ist Dunkelheit notwendig, um ein Grünwerden und damit die Bildung des giftigen Solanins zu vermeiden. Kühle Temperaturen verhindern ein vorzeitiges Auskeimen der Kartoffel. Zu gering sollten die Temperaturen jedoch nicht sein, da sonst eine vermehrte Zuckerbildung einsetzt und der Geschmack der Kartoffel negativ beeinflusst wird. Eine trockene, luftige Lagerung beugt dem Verderb vor.

 


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